Haltung

Wenn die Körperhaltung nicht gut ist, dann sind auch die Atmung, die Bewegung, die geistige Aktivität, die Gemütslage und die Tätigkeit der Organe nicht gut. Ebenso werden die Durchblutung und der Lebensenergie-Fluss, der Ki-Fluss im Körper behindert.

Aber wie soll eine gute Körperhaltung aussehen? Ich möchte es so erklären: Wenn im Körperskelett die Knochen in der richtigen Position sind, dann ist die Haltung auch richtig. Die Körperhaltung ist stark abhängig von der Haltung des Beckens, speziell des Kreuzbeins. Das Kreuzbein sollte senkrecht, bzw. leicht nach vorne geneigt und die Brust schräg nach oben gewölbt sein. Der Kopf sitzt dann senkrecht auf dem Oberkörper.

In dieser Haltung ist es problemlos, Arme und Beine frei, geschickt und effektiv zu bewegen. Auch die Organe liegen an ihrem ihnen zugehörigen Platz. So kann Blut und Ki gut im Körper fließen.

 

Bild 1: Das Kreuzbein ist nach vorne geneigt.

 

Eine schlechte Haltung ist leicht zu erkennen, z.B. wenn das Kreuzbein nach hinten geneigt ist. Dann ist der Rücken krumm, die Brust ist eingesunken und der Kopf geht nach vorne. Für jeden ist ersichtlich, dass bei so einer Haltung mit der Zeit Beschwerden auftreten.

 

Im Alltag achten wir aber zu wenig auf unsere Haltung. Schulterverspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen usw. sind die Folge.
In den Ki-Übungen möchte ich, im Besonderen durch Sotaiho, die Fehlstellungen der Knochen und die Verspannungen der Muskeln abbauen, um so Fehlhaltungen zu korrigieren und dadurch den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Beim Sotaiho, Bewegungsübungen für die Körperbalance, werden Bewegungen in verschiedene Richtungen ausgeführt. Dabei wird auf Schmerzfreiheit und Leichtigkeit, bzw. Schmerzen und Spannungen, in den unterschiedlichen Richtungen geachtet. Die Bewegungen werden dann immer in die schmerzfreie, angenehme Richtung ausgeführt. Dadurch lösen sich die Verspannungen und der Körper kommt wieder ins Gleichgewicht und somit zu einer guten Haltung.

August 2012, Kenji Hayashi